Go Away from Sell in May!

Im Monat Mai entwickelten erfuhren die Aktienmärkte deutliche Korrekturen. Bei MSCI World betrug das Minus 6.1%, beim Nikkei225 -7.4% beim NASDAQ100 -8.4%. Viele Kunden fragen deshalb nach dem Wert der sogenannten Börsenregel „Sell in May and go away“. Erwin Lasshofer und sein INNOVATIS Team halten diese Beobachtung für reinen Zufall. Wissenschaftlichen Studien zufolge gibt es keine statistische Signifikanz für bestimmte Monate des Jahres als systematische Out- oder Underperformer. Der Spruch sagt auch nicht, ob man Anfang, Mitte oder Ende Mai verkaufen soll und ist allein deshalb nicht seriös zu überprüfen. Die Analogie zur Astronomie ist nicht zu übersehen.   

Auch der Preis für Rohöl gab mit einem Minus von 16.3% kräftig nach. Anleihen waren als sicherer Hafen gefragt, wenngleich die Renditen häufig weiterhin nahe Null oder gar darunter verharren. So sind auch die 10-jährigen Bundesanleihen zum Ultimo Mai wieder unter Null gefallen. 

Folglich gibt es im Euroraum weiterhin keinen positiven sicheren Zins. Denn längere Laufzeiten bergen grundsätzlich ein hohes Zinsänderungsrisiko und Schuldner mit positiven Renditen bergen ein zusätzliches Kreditrisiko. Interessanterweise wird Italien denn auch nicht mehr als sicherer Hafen angesteuert, wenn auf den Finanzmärkten die Wogen hochschlagen. Italien erlebte als einziger großer Eurostaat einen Renditeanstieg im letzten Monat. Erwin Lasshofer und das INNOVATIS Team sehen die Ursache in den neuerlichen Diskussionen um den lockeren Umgang der populistischen Regieren mit einem drohenden Vertragsverletzungsverfahren.     

Die globale Weltwirtschaft läuft weiterhin durchwachsen bis robust. Die Notenbanken rund um den Globus halten ihre Schleusen weiterhin geöffnet. Von der Fed gibt es derzeit keine Anzeichen weiterer Zinserhöhungen. Die EZB erscheint ohnehin über keinen Handlungsspielraum zu verfügen. Aus China kommen gute Wirtschaftsdaten, wonach die zuletzt ergriffenen fiskal- und geldpolitischen Maßnahmen positive Spuren hinterlassen. 

Ein ganz großes Thema bleibt allerdings der internationale Handelsstreit. Insbesondere bei Donald Trump gehört es mittlerweile zum Tagesgeschäft, mit immer neue Zöllen oder zumindest deren drastischer Erhöhung zu drohen oder diese gar einseitig und unvorhersehbar zu verkünden. Exportnationen wie Deutschland erleiden bereits ganz konkrete Einbrüche ihres Außenhandels oder zumindest bei entsprechenden Frühindikatoren und Auftragseingängen. Für die Zukunft sehen Erwin Lasshofer und das INNOVATIS Team keine Beruhigung der geopolitischen und weltwirtschaftlichen Störfeuer, jedenfalls nicht mit Donald Trump an der Spitze einer Weltmacht und den zahlreichen Nachahmern anderer Länder mit entsprechenden Ambitionen.     

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